Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg e.V.
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft

DPG Institut Hamburg

Zur psychoanalytischen Technik: Die negative therapeutische Reaktion

Ilse Höcker, Marie Kamp-Kowerk

Zur psychoanalytischen Technik: Die negative therapeutische Reaktion

01.02.2014 von 10:00 bis 13:00 Uhr
2 Doppelstunden

Das Phänomen der negativen therapeutischen Reaktion in der psychoanalytischen Behandlung wurde von S. Freud zuerst folgendermaßen beschrieben (1923b): „Es gibt Personen, die sich in der analytischen Arbeit ganz sonderbar benehmen. Wenn man ihnen Hoffnung gibt und ihnen Zufriedenheit mit dem Stand der Behandlung zeigt, scheinen sie unbefriedigt und verschlechtern regelmäßig ihr Befinden.“
In unserem Seminar wollen wir uns mit dieser zunächst störend und paradox erscheinenden Symptomverschlechterung beschäftigen, Erklärungs- und Verstehensansätze unterschiedlicher analytischer Richtungen diskutieren und über Konsequenzen für die Behandlungstechnik nachdenken. Es wäre belebend, wenn Teilnehmer einleitende Kurzreferate von den angegebenen Texten übernehmen würden (Absprache mit uns telefonisch oder per e-Mail).

Literatur:  

Sandler, J. (1980) Zur Einführung der negativen therapeutischen Reaktion, EPF-Bull. 15, 16-22.
                                                                                    
Rosenfeld, H. (1995): Negative Therapeutic Reaction.  In: P.Giovacchini (Hg.):Tactics and Techniques in Psychoanalytic Therapy, 2. New York(Aronson), 217-220

Rivière, J. (1936): Beitrag zur Analyse der negativen therapeutischen Reaktion. Ausgewählte Schriften. Hg von L.Gast. Tübingen (edition discord) 1996, 138-158.

Grunert, U. (1981): Die negative therapeutische Reaktion als Wiederbelebung eines gestörten Loslösungsprozesses in der Übertragung. EPF-Bull. 16, 22-39

Das Seminar ist insbesondere für bereits behandelnde WBT geeignet. Gasthörer sind willkommen.

Anmeldung unter: ilse.hoecker@t-online.de

Aktuelles

Wintersemester 2017-18

Das neue Semesterprogramm ist online!

16.02.18

Zur Dekonstruktion geschlechtlicher Normativität - Queer Theory und Psychoanalyse. Die Wiener Psychoanalytikerin Mag.a Dr.in Esther Hutfless wird über die Schnittmengen zwischen Psychoanalyse und Queer Theory sprechen.

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22.09.17

M. Fakhry Davids, britischer Psychoanalytiker aus London, hat am 22.09.17 einen Vortrag zum Themaüber 'Internal Racism' gesprochen.

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20.04.17 ff.

Der Traum und die Psychoanalyse (Vortragsreihe). Torsten Maul, Dozent am Hamburger DPG-Institut hat am 11. Mai über den Umgang mit der Traumerzählung in psychoanalytischen und tiefenpsychologisch fundierten Behandlungen gesprochen; moderiert wurde die Veranstaltung von Gabriele Amelung.

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