22.09.17

M. Fakhry Davids, britischer Psychoanalytiker aus London, hat am 22.09.17 einen Vortrag zum Themaüber 'Internal Racism' gesprochen.

Innerer Rassismus beschreibt innerhalb der Seele die Beziehung zwischen dem Selbst als Mitglied einer InGroup und einem Anderen als Mitglied einer OutGroup.Das Modell geht davon aus, dass diese Art Beziehung universell auftritt und eingebettet ist in eine Abwehrstruktur, die in klinischen Begegnungen leicht zu mobilisieren ist über die Grenzen von Rasse, Kultur und sozialer Klasse hinaus. Die Existenz dieses Systems ist verborgen durch seine Fähigkeit, Phantasie als Realität auszugeben. In meinem Vortrag werde ich das Modell detaillierter schildern und dann mit klinischen Beispielen fortfahren, in denen Elemente dieser Art Beziehung in der Übertragung und Gegenübertragung auftauchen. Ich werde zeigen, wie mächtige projektive Prozesse die eigenen Gegenübertragungsreaktionen auf den Patienten so verkomplizieren können, dass es schwierig wird, herauszufinden, was zu wem gehört.Ich mache deutlich, dass es wesentlich für den Kliniker ist, sich seines oder ihres eigenen inneren Rassismus bewusst zu sein und in der Lage, damit zu arbeiten, um in diesen klinischen Situationen Fortschritte machen zu können.

Biographie:

Fakhry Davids ist südafrikanischer Herkunft und Psychoanalytiker in Vollzeitpraxis in London. Er ist Lehr- und Kontrollanalytiker der Britischen Psychoanalytischen Gesellschaft, Honorary Senior Lecturer der psychoanalytischen Abteilung des University College London und Visiting Lecturer an der Tavistock Clinic. Zudem ist er Gründungs- und Vorstandsmitglied von PCCA <Partners in Confronting Collective Atrocities> ( HYPERLINK „http://www.p-cca.org“www.pcca.org). Er hat zu einer Reihe psychoanalytischer Themen geschrieben. Sein Buch <Internal Racism: A Psychoanalytic Approach to Race and Difference> ist 2011 bei Palgrave Macmillan erschienen.