16.02.2018

Zur Dekonstruktion geschlechtlicher Normativität - Queer Theory und Psychoanalyse. Die Wiener Psychoanalytikerin Mag.a Dr.in Esther Hutfless wird über die Schnittmengen zwischen Psychoanalyse und Queer Theory sprechen.

Abstract:

Viele Strömungen der Queer Theory, der Geschlechterforschung und der feministischen Theorie sind von der Affirmation wie auch von der kritischen Reflexion psychoanalytischer Ansätze wesentlich geprägt. Umgekehrt findet diese Auseinandersetzung in der Psychoanalyse nur an deren Rändern statt.

Der Vortrag möchte einen kurzen Einblick in die Entwicklung und Geschichte des Begriffs queer geben, in die Themen und Ansätze der Queer Theory und ihre Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse. Die Queer Theory hat ihre Wurzeln zwar in einer politisch-kritischen Auseinandersetzung – das unterscheidet sie von der Psychoanalyse, die in erster Linie einen klinischen Diskurs darstellt – zugleich zeigt sich jedoch bei näherer Betrachtung das Potential eines produktiven Dialogs beider Diskurse. Im Vortrag werden daher auch die Ansätze von Psychoanalytiker*innen vorgestellt, die in ihrem Denken und ihrer Praxis queere Perspektiven miteinbeziehen und jene Aspekte herausarbeiten, in denen die Psychoanalyse immer schon als queer erscheint. Der Vortrag möchte die Möglichkeiten einer produktiven Bezugnahme auf queere Ansätze durch die Psychoanalyse aufzeigen.

Ort: Uni Hamburg, Hauptgebäude; Zeit: Freitag, 16. Februar 2018, 19:00. Der Eintritt ist kostenfrei.