Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg e.V.
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft

DPG Institut Hamburg

Öffentliche Vorträge des DPG-Instituts und der DPG-Arbeitsgruppe Hamburg

Integration vs. Identität? - eine Lesung und Veranstaltung des DPG-Instituts und des Michael-Balint-Institut zusammen mit dem Schriftsteller Mahmood Falaki am 16.3.2018.

Das Willkommenskulturhaus war bis auf den letzten möglichen Sitzplatz gefüllt. Das Publikum war eine bunte Mischung aus PsychotherapeutInnen und PsychoanalytikerInnen, Gemeindemitgliedern, Menschen, die mit Geflüchteten arbeiten und auch einigen Geflüchteten und anderen Interessierten.

Die Kurzgeschichten, die Mahmood Falaki aus seinem Buch „Ich bin Ausländer und das ist auch gut so“ vorlas, regten gleichzeitig zum Lachen und zum Nachdenken an. Sie beschrieben alle Momentaufnahmen von Begegnungen von „Ausländern“ und „Einheimischen“.

Die beiden Kurzvorträge von Katja Westlund-Morgenstern und Gabriele Amelung wurden intensiv diskutiert. In den anschließenden Gesprächen in kleinen Gruppen wurde das Thema weiter vertieft und auch persönliche anmerkungen gemacht.

Herr Falaki signierte seine Bücher. Die Buchhandlung Christiansen hatte einen Büchertisch organisiert und hatte gar nicht so viele Bücher dabei, wie hätten verkauft werden können.

Alles in Allem: ein anregender Abend, viele wünschten sich eine Fortsetzung.

 

Zur Dekonstruktion geschlechtlicher Normativität - Queer Theory und Psychoanalyse - die Wiener Philosophin Mag.a Dr.in Esther Hutfless hat am 16. Feburar 2018 über die Schnittmengen zwischen Psychoanalyse und Queer Theory gesprochen.

'Viele Strömungen der Queer Theory, der Geschlechterforschung und der feministischen Theorie sind von der Affirmation wie auch von der kritischen Reflexion psychoanalytischer Ansätze wesentlich geprägt. Umgekehrt findet diese Auseinandersetzung in der Psychoanalyse nur an deren Rändern statt.

Der Vortrag möchte einen kurzen Einblick in die Entwicklung und Geschichte des Begriffs queer geben, in die Themen und Ansätze der Queer Theory und ihre Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse. Die Queer Theory hat ihre Wurzeln zwar in einer politisch-kritischen Auseinandersetzung – das unterscheidet sie von der Psychoanalyse, die in erster Linie einen klinischen Diskurs darstellt – zugleich zeigt sich jedoch bei näherer Betrachtung das Potential eines produktiven Dialogs beider Diskurse. Im Vortrag werden daher auch die Ansätze von Psychoanalytiker*innen vorgestellt, die in ihrem Denken und ihrer Praxis queere Perspektiven miteinbeziehen und jene Aspekte herausarbeiten, in denen die Psychoanalyse immer schon als queer erscheint. Der Vortrag möchte die Möglichkeiten einer produktiven Bezugnahme auf queere Ansätze durch die Psychoanalyse aufzeigen.' (Esther Hutfless)

Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Das neue, im Zaglossus-Verlag erschienene Buch von Esther Hutfless und Barbara Zach eignet sich für diejenigen, die Lust auf Mehr haben.

 

 

Aktuelles

Alle Ausbildungsplätze für 2019

sind belegt, so dass wir Bewerbungen leider erst wieder Ende 2019 berücksichtigen können. Wenn Sie Fragen zur Aus- oder Weiterbildung haben,

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20.11.18

Der psychoanalytische Salon findet an diesem Dienstag Abend wieder im Thalia Nachasyl statt

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Hier finden Sie unser Seminarprogramm

für das Wintersemester 2018/19. An vielen Seminaren können Gasthörende teilnehmen; wir freuen uns über Interessierte.

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31.05.18

Trauma, Nachträglichkeit und die Bedeutung des Anderen - Ilka Quindeau. Eröffnungsvortrag der DPG-Jahrestagung. In unmittelbarer Nähe des Dammtorbahnhofs im Radisson Blu Hotel, Marseiller Str. 2, Raum New York. Beginn: 20:00. Öffentlicher Vortrag, Eintritt frei.