Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg e.V.
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft

DPG Institut Hamburg

27.01.17

'Dass der zweite Weltkrieg seit 70 Jahren vorüber ist'. Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus.

Zu diesem Thema wird Dr. Jan Lohl vom Sigmund-Freud-Institut Frankfurt sprechen. Dieser öffentliche Vortrag findet in den Räumen der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1 statt. Beginn: 19:00 Uhr in Hörsaal H

Den Hintergrund des Vortrages bildet die  sozialpsychologische Studie "Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus" des Referierenden, die vorgestellt und unter Aktualitätsbedingungen (Pegida, AfD) beleuchtet wird. Gefragt wird nach der Bedeutung nationalsozialistischer Gefühlserbschaften für die Entwicklung rechtsextremer - nationalistischer, rassistischer und antisemitischer - Orientierungen bei Enkeln von NS-Tätern und Mitläufern.
Rekonstruiert wird hierbei zunächst die emotionale Einbindung  vieler Deutscher in das kollektive Konstrukt der NS-Volksgemeinschaft und der psychische Umgang mit dieser Einbindung  nach 1945. Deutlich werden soll, welche psychische Funktion Kindern in den Familien von "NS-Volksgenossen" für diesen Umgang zukommt und dass sich noch in der Enkelgeneration tradierte Spuren der nationalsozialistischen Vergangenheit finden lassen. Anschließend greift der Vortrag die Entwicklung rechtsextremer Orientierungen in dieser Generation auf: Anhand ausgewählter Forschungsergebnisse wird deutlich, dass Sozialisationsprozesse in rechten Gruppierungen nationalsozialistische Gefühlserbschaften aufgreifen, umdeuten und  handlungswirksam werden lassen. Anhand der ersten Ergebnisse aus einem jüngeren Forschungsprojekt über die psychische Wirkung rechtspopulistischer Propaganda (AfD, Pegida) fragt der Vortrag abschließend danach, welche Relevanz der Umgang mit der NS-Vergangenheit und NS-Gefühlserbschaften hierbei spielen.

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