Winnicotts Delinquenztheorie

Markus Feil, München

Winnicotts Delinquenztheorie

4 Doppelstunden am Samstag, 23.11.2013 von 09.00-16.00 Uhr

D. W. Winnicott hat in Abgrenzung zu seiner Zeitgenossin M. Klein eine eigene Aggressionstheorie entwickelt. Die „antisoziale Tendenz“, ein Bestandteil dieser Aggressionstheorie, verstand Winnicott als ein „Zeichen der Hoffnung“. Dieses entwicklungspsychologische und objektbeziehungs-theoretische Konstrukt hat er auf (delinquente) Kinder und Jugendliche angewandt, hinsichtlich seiner therapeutisch effektiven Anwendung auf delinquente Erwachsene war Winnicott eher skeptisch. Durch Winnicott hat es aber Weiterentwicklungen auch für das Verständnis und die Behandlung erwachsener Delinquenter gegeben. Inhalt des Seminars ist die Beschäftigung mit der entsprechenden Theorie (-Entwicklung) und ihre Anwendung auf eine forensische Fallgeschichte. Nebenbei ergeben sich Einblicke in einen interessanten Ausschnitt psychoanalytischer Theoriegeschichte, die bis heute fortwirkt.

Teilnahmevoraussetzungen: Bereitschaft zu Impulsreferaten über die u.g. Texte

Abram, Jan (2007). The Language of Winnicott: A Dictionary of Winnicott's Use of Words. Karnac Books, London.

Kahr, Brett (ed.) (2001). Forensic Psychotherapy and Psychopathology. Winnicottian Perspectives. Karnac Books, London
(beide Texte sind in gut verständlichem Englisch verfasst)

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